Badische
Neuste Nachrichten vom 22.09.2003:
„Sonntagsarbeit“ kam gut an
Am Regionaltag informierten sich viele über Ettlinger Betriebe
Ettlingen (kdm). Sonntagsarbeit? Eigentlich würde der Schluss naheliegen.
Vor einigen Betrieben in und um Ettlingen herrschte gestern reges Treiben.
Abgesehen von Betriebsangehörigen dachte aber niemand an Arbeit.
Vielmehr öffneten die Betriebe zum Regionaltag der TechnologieRegion
Karlsruhe ihre Pforten. Zum ersten Mal übrigens, dass so etwas über
die Bühne ging. Und er wurde gut angenommen. Überrascht vom
großen Interesse der „Betriebsausflügler“ am Regionaltag
zeigte sich nicht nur Heinz Fesser, Geschäftsführer von FEMA,
Farben und Putze. Stündlich führten seine Mitarbeiter Besucher
durch den Betrieb. „Uns geht es darum, eine positive Einstellung
zu vermitteln. Das geschieht in Deutschland derzeit ohnehin viel zu wenig“,
so Fedder. Spontan sagten die Beschäftigten bei FEMA ihre Unterstützung
beim Regionaltag zu. Und die war angesichts der Menschenströme, die
es zu bewirten galt, dringend notwendig. Die einen wollten den Familien
und Freunden ihren Arbeitsplatz zeigen. Andere wiederum interessierten
sich für Betriebe, die sie vom Namen her zwar kannten, aber nicht
viel über sie wussten. Bruker Optik beteiligte sich genauso am Regionaltag
wie die Viessmann-Werke oder Klippstein, um nur einige zu nennen.
Und nicht zu vergessen AirTorque, EPI und Rotech, allesamt unter einem
Dach im Industriegebiet Bruchhausen. Einmal abgesehen von ihrer Produktpalette
beschritt das Trio einen in Deutschland eher seltenen Weg. „Die
Firmen ergänzen sich“, erklärte Mark Schmidt von AirTorque.
Beispiel Absperrarmaturen, die vielfältig in Produktionsstraßen
– Auto oder zum Beispiel Chemie – einsetzbar sind: Je nach
Kundenwunsch steuert jeder der Firmen ein Bauteil zum Endprodukt bei.
Trotz der Ergänzung seien die Betriebe unabhängig von einander,
schob der Geschäftsführer von EPI, Peter Hurst, nach. Die normalerweise
kostenintensiven betrieblichen Infrastrukturen, angefangen bei einer Telefonanlage,
den sanitären Einrichtungen, einem Besprechungsraum bis hin zum Lager
nutzen sie gemeinsam. Und sparen dadurch eine Menge Kosten ein.
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