Badisches Tagblatt vom 22.09.2003:

TechnologieRegion Karlsruhe: Erster Regionaltag
Wirtschaft zieht an einem Strang

Karlsruhe (ws) – Die Technologieregion Karlsruhe (TRK) stehe hinsichtlich Innovationskraft, Forschungsdichte und auch Einkommensniveau „glänzend da“. Man könne auch durchaus die „Vision“ zusätzlicher Entwicklungsmöglichkeiten über den Rhein hinaus pflegen, sagte Innenminister Thomas Schäuble (CDU) gestern bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung zum ersten Regionaltag der TRK.

Schäuble, nach eigenem Eingeständnis bei der TRK-Gründung 1987 als seinerzeitiger Gaggenauer OB durchaus ein Skeptiker, sieht die TRK heute als Erfolgsmodell. Dies um so mehr, als hier – etwa im Gegensatz zur von Uneinigkeiten geplagten Region Stuttgart – an einem Strang gezogen werde. Deshalb gebe es am Mittleren Oberrhein „gar keinen Grund zum Jammern und Klagen.“

Am ersten „Tag der offenen Türen“, so der Karlsruher OB Heinz Fenrich, der zugleich TRK-Vorsitzender ist, beteiligten sich in der Region rund 60 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und sonstige Institutionen, darunter auch im Raum Rastatt/Baden-Baden. Unter dem Logo „R – Ideen-Reich“ sollen , mit wechselnden Schwerpunkten, weitere derartige Veranstaltungen folgen. Dabei gaben Schäuble und Fenrich der Hoffnung Ausdruck, dass so auch ein Beitrag für Bürger, Unternehmen und Institutionen dazu geleistet wird, sich mit der Technologieregion stärker zu identifizieren.

Denn die, merkte Fenrich gestern an, sei zwar inzwischen als Mischung gemeinsamer wirtschaftlicher und struktureller Anstrengungen in Verbindung mit Lebensqualität europaweit anerkannt. „Nach innen“ habe das Modell bei Unternehmen wie Bürgern aber noch nicht im wünschenswerten Umfang gegriffen.

Dies bedeute auch, dass die regionalen Kräfte noch stärker gebündelt werden müssten. Die Technologieregion, die einmal als reine Wirtschaftsförderungsmaßnahme begonnen und sich seitdem weiter entwickelt habe, werde sich deshalb noch intensiver der regionalen Technologie- und Wirtschaftsförderung, dem Ausbau der regionalen Infrastruktur und auch dem Bereich Touristik/Messewesen widmen. Auch nach dem jüngsten Erfolg, was die Verknüpfung des französischen TGV- mit dem deutschen ICE-Netz betrifft, gebe es noch reichlich zu tun. So etwa bei der zweiten Rheinbrücke Karlsruhe/Wörth oder der Zusammenarbeit mit der Pfalz und dem Elsass.


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